Road to Bachelor | Organisation
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Organisation

Organisation

 

Seit Beginn dieses Projekts beschäftige ich mich mit der Disposition von Leihgebern, Lieferanten, Spediteuren, Helfern und sonstigen Personen. In den letzten Tagen jedoch, so kurz vor dem Testaufbau der Black Box, fühlte ich mich ein wenig wie ein unbezahlter Aufpasser auf einer Kindergeburtstagsparty: Wenn man nicht ständig hinterher ist, machen alle, was ie wollen. Dies liegt vor allem daran, dass die wichtigsten Bauteile von verschiedenen Quellen aus bezogen werden und jeder Hersteller, Arbeiter, Lieferant oder sonstige beteiligte Einzelpersonen individuell gebrieft werden müssen.

Aus diesen Gründen widme ich nun einen Artikel dem »Organisieren«, welches sich Rückblickend auf die letzten Monate als ein stetig an Relevanz gewinnender Teil meiner Bachelorarbeit entpuppte.

 

Notiz am Rande: Dieser Beitrag gilt eher der Dokumentation und der eigenen Verarbeitung als zur Ergründung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und sollte daher nicht zu ernst genommen werden.

 

»Wer suchet, der findet« – Ganz nach diesem Motto recherchierte ich Materialien und deren Beschaffenheit, um die Rahmenbedingungen für den Bau unseres interaktiven Raumes zusammenzutragen – ohne jedoch die Worte meines Professors Herrn Rief zu vergessen: »Sieht das am Ende nach was aus?«. Die Baustoffe mussten also neben ihrer Funktion auch optische Kriterien Erfüllen.

 

Clean, Glatt, stabil, leicht zu verarbeiten und bezahlbar? Schnell wurde klar, für die Wände der Box benutze ich Holz. Genauer gesagt Dekorspanplatten. Also bin ich verschiedene Optionen durchgegangen und habe mit Diversen Baumärkten und Online-Shops nach dem gewünschten Material gesucht. Anschließend deren Dicke, größtes Plattenmaß, Möglichkeiten des Zuschnitts und Preise verglichen. Weil mir der genaue Zuschnitt und der persönliche Kontakt wichtig waren, habe ich mich für den Kauf der Platten beim Baumarkt entschieden. Noch dazu ist dieser nicht weit von der Fachhochschule gelegen, was zusätzlich logistische Hindernisse erleichtert. Nachdem ich mein Vorhaben den zuständigen Leuten erklärt hatte, bestellte ich knapp über 30 Quadratmeter Holz, aus denen die finalen Platten für die Box hervorgehen sollten. Mit einer Lieferzeit von ein bis zwei Wochen war das mehr als nur knapp in der Zeit.

 

Der zweitgrößte Baustein des geplanten interaktiven Raumes waren die Spiegel. Echte aus Glas wären hierfür sowohl zu teuer als auch zu unflexibel in der Bearbeitung. Acrylglasplatten mit Chromfolie zu beziehen, wie Florian und ich es bereits bei einem Vorläufer des jetzigen Projekts taten, schien zu aufwändig für acht Quadratmeter Spiegelfläche. Glücklicherweise zeigt mir mein Bruder einige Polystyrolspiegel – quasi beschichteter Kunststoff. Leicht, flexibel und sie liefern gute Ergebnisse. Nach dem bestimmen der finalen Maße bestellte ich sofort einige Exemplare bei einem bekannten Stahl- und Kunststoffproduzenten in Deutschland. Leider mussten diese aus weit entfernten Lagern zunächst erst angeliefert werden. Auch hier gab es keinen Puffer bei der Lieferzeit.

 

Um alles zusammenzuhalten und um den Auf- und Abbau zu erleichtern, benötigte ich weiterhin einen Rahmen für die Konstruktion. Einen Artikel darüber gibt es hier.

 

Das Herzstück für die Funktion der Black Box sind bei weitem die Beamer. Sie gaben mit ihren Eigenschaften maßgeblich die Modalitäten des Projekts vor. Das aufgrund seiner hohen Bildschirmdiagonale einzig in Frage kommende Modell war der LG PF1000U Minibeam Ultakurzdistanzbeamer. Dank der Projektion auf einen Spiegel schafft das Gerät erstaunliche Bildgrößen bei sehr geringem Abstand zur Wand – optimal also für eine kleine Räumlichkeit wie die Black Box. Einziges Problem: Die Kosten, und dass ich drei Stück davon benötigen würde. Ich suchte zuerst in Technikverleihen nach dem Gerät, aber vergeblich. Es ist relativ neu auf dem Markt und wird von keinem Verleihgeschäft angeboten, das ich gefunden habe. Beim Technikladen des Vertrauens zu Leihen war also keine Option. Aber es müssten sich doch Leihgeber oder Sponsoren finden lassen, die das Projekt gegen Sichtbarkeit auf der Ausstellung unterstützen würden? So trat ich in Kontakt mit einigen Pressestellen, Agenturen, Herstellern und sonstigen infrage kommenden Personen in Kontakt, um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen. Genaueres Hier.

 

Um den Aufbau, den Test und die Lagerung der Black Box zu klären, Sprach ich mit Organisatoren und Verantwortlichen meiner Fachhochschule, der MD.H. Ich reservierte das Fotostudio für den Testlauf und arrangierte die Unterbringung der Einzelteile bis zur eigentlichen Ausstellung. Anschließend benachrichtigte ich Lieferanten und Spediteure, die Platten, Spiegel und Beamer getrennt voneinander Liefern würden. Immer mit Blick auf die Uhr, da eine Verzögerung meinen Zeitplan kippen könnte.

Ich organisierte Hilfe aus dem Bekanntenkreis für einen Teil des Transports, erkundigte mich über die Verfügbarkeit von Werkzeug und Zubehör an der MD.H, benachrichtigte den Empfang über die verschiedenen Lieferungen, arrangierte den Zugang des Gebäudes am Wochenende und brachte einige mittelgroße Einzelteile mit dem Kleinwagen zur Schule.

Trotz der Vorbereitungen waren die geplanten fünf Tage für Auf- und Abbau im nachhinein sehr knapp bemessen.

 

 

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