Road to Bachelor | Farbgebung
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farbgebung

Farbgebung

Die Gestalt der Interaktionen ist nunmehr festgelegt. Jetzt möchte ich mich mit einer eventuellen Farbgebung der Visualisierung beschäftigen.

Zunächst stand die Idee im Raum, dass die Farbe abhängig der verschiedenen HTML-tags gemacht wird. Dementsprechend würden sämtliche Interaktionen, die beispielsweise auf <img> stattfinden (Mauspfad oder Klick etc.) eine eigene Farbe generieren, Aktionen auf einem <div> eine andere Auszeichnungsfarbe usw. Das Ziel dieses Gedanken war es, dass sich in der Visualisierung möglicherweise einzelne Websitebereiche interpretieren ließen. Nach weiterer Hinterfragung dieser Vorgehensweise (siehe auch »ein erster Versuch«), bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich mehr die Form der Visualisierung in den Vordergrund stellen möchte. Laut developer.mozilla.org1 gibt es derzeit etwa 110 HTML5-Elemente. Selbst wenn ich diese Liste auf die möglicherweise relevanten Elemente reduzieren würde, würde dennoch ein Katalog aus etwa 30 tags resultieren. Dies bedeutet ich müsste auch etwa 30 Farben in die Visualisierung einarbeiten. Ginge ich diesem Vorhaben nach, entstünde erstens ein buntes unästhetisches Chaos aus Partikeln und zweitens könnte man definitiv keinen Bereich mehr von einem Anderen klar unterscheiden. Darüber hinaus müsste man 30 Farben finden, die sich klar voneinander abheben, um überhaupt die Chance zu haben die Bereiche auseinander zu halten. Allerspätestens hier würde man scheitern.

Demzufolge wird die Verwendung mehrerer Farben also nicht stattfinden. Jedoch wäre gar kein Farbeinsatz – also eine rein ungesättigte Visualisierung – auch nicht der richtige Weg. Eine schwarz-weiße Komposition würde zwar in keiner Weise von der Form ablenken, was meiner Vorstellung nahe käme, jedoch kann diese Farbkombination auch sehr distanziert wirken.2 Sollte die Visualisierung ein distanziertes Gefühl aufgrund dieses Farbeinsatzes vermitteln, eignet sie sich nicht für eine aufgrund von menschlichen Handelns entstandene Komposition. Im Gegenteil – durch Farben können Gefühle mit der Visualisierung assoziiert werden. Eine, wie schon beschrieben, organische und menschliche Verbildlichung soll sogar über eine Metaebene verfügen.

Zusammenfassend soll sich die Visualisierung also definitiv farblich präsentieren. Zwar nicht überladen, sodass man von der Form abgelenkt wird, aber auch nicht allseits farblos ohne jegliche Gefühlsebene.

Die Lösung dafür wäre die Verwendung einer einzigen Farbe. Somit löst man das Problem der Ablenkung durch viele verschiedene Farben, da man sich nach der ersten Erfassung an diese gewöhnt und anschließend die Aufmerksamkeit wieder der Form schenken kann. Dem Betrachter bleibt es zusätzlich nicht verwehrt eine unterbewusste Assoziation zur Visualisierung aufgrund der Farbgebung herzustellen.

Nun gilt es eine Farbe zu finden, welche das Schauspiel versinnbildlicht. Das Projekt beinhaltet Coding und beschäftigt sich mit Interfaces. Blau ließe sich diesen Werten als technische Farbe zuordnen. Des Weiteren führt »die Assoziation mit dem Himmel […], in der Kombination mit dem Ozean, zu einem Symbol von Weite und Unendlichkeit«3. Blau schafft eine Atmosphäre der Tiefe und Dimension, welche das Erlebnis in der Black Box zusätzlich steigern könnte.

 


1 angelehnt an https://developer.mozilla.org/de/docs/Web/HTML/HTML5/HTML5_element_list

2 angelehnt an http://www.lifeline.de/leben-und-familie/life-balance/wie-farben-wirken-id32470.html

3 http://work.popperschule.at/projekte/wahrnehmung/daten/index.php?id=134

 

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