Road to Bachelor | Entscheidung
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Fluide_Partikel

Entscheidung

Ich möchte nun weiter versuchen mich meinem Endergebnis anzunähern. Dazu versuche ich mich in meine favorisierten Visualisierungen tiefer einzuarbeiten. Um das Potential der Komposition zu erfassen habe ich bereits kleine Codeanpassungen vorgenommen. Somit lässt sich ermitteln, welche Visualisierung für das Vorhaben am besten geeignet ist. Folgende Ergebnisse haben sich dabei herauskristallisiert:

 

Zufällig gewollt

Diesen interessanten Ansatz möchte ich weiter vertiefen, um mir bewusst zu machen, wie viel man noch aus dieser Visualisierung herausholen kann. Durch detailliertere Auseinandersetzung habe herausgefunden, welche Variablen genau die Entstehung der Kurven beeinflussen können. Verdichtungen und Schnittpunkte offenbaren, in welchem Segment sich die Interaktion konzentriert. Die Aktivität beeinflusst die Anzahl der entstehenden Linien, die Geschwindigkeit der Maus dirigiert die Länge der Linien. Eine sehr reizvolle Komposition, welche in seiner Gesamtheit für sich steht, ohne direkt zu viel Preis über das Geschehene zu geben. Während der Entstehung des Geflechts, verhält sich der Vorgang sehr statisch, da sich die entstandenen Linien nach der Zeichnung festsetzen und durch keine Aktion weiter dynamisch beeinflusst werden können. Das Ergebnis nach weiterer Auseinandersetzung zeigt ein Geflecht, welches sämtliche Handlungen des Menschen in einem Gebilde vernetzt.

zufaellig-gewollt

 

Fluide Partikel

Ein in sich geschlossenes, fluidierendes Partikelsystem. Dabei besteht permanent die Möglichkeit, dass jede weitere Handlung des Nutzers die durch andere Interaktionen bereits generierten Strukturen beeinflusst und somit das Gesamtbild verändern kann. Folglich kann eine Struktur welche am Anfang der Visualisierung entstanden ist von einer Interaktion, welche viel später stattfindet, stets beeinflusst werden. Alle Visualisierungen sind in ihrer Entstehung dynamisch und fluidieren. Die Stärke der Dynamik ist abhängig der Gesamtaktivität. Es entsteht letztendlich ein System, welches durch Kombination und Ausführung aller Aktionen sein Endergebnis zeigt, jedoch nicht den aktuellen Ist-Zustand aller Handlungen.

Fluide_Partikel

Entscheidung

Für meine Visualisierung werde ich den Ansatz »Fluide Partikel« wählen. Im Vergleich zum »zufällig gewollten« Geflecht hat diese Komposition den großen Vorteil, dass sämtliche Generierungen auf die Komposition dynamisch einwirken und selbst ein möglicher statischer Zustand noch in Bewegung gesetzt werden kann. Diese Fähigkeit ist in Aussicht auf die Anwendung in der Black Box ein wichtiger Aspekt, da der Nutzer in der Box permanent ein direktes Feedback auf seine Interaktion bekommt. Dadurch besteht eine erhöhte Chance, dass ein attraktives grafisches Schauspiel in der Box stattfindet. Des Weiteren entspricht die fluide Visualisierung viel mehr einer menschlichen Interaktion. Eine menschliche Handlung ist nicht perfektioniert, wie die einer exakt kalibrierten Maschine. Demnach sind dem Menschen weniger geometrische Formen zuzuweisen. Seine Handlungen sollten vielmehr mit organischen Strukturen visualisiert werden. »Als organisches Design werden manchmal stilistische Formulierungen bezeichnet, die sich an organischen Formen der Natur orientieren, d.h., dynamische Rundungen und kraftvolle Wölbungen treten als augenfällige Merkmale hervor.«1 Diese Verbildlichung verkörpert durch seine Verwirbelungen und frei angeordneten Formen die Natürlichkeit des menschlichen Handelns mehr, als der Einsatz von kantigen, spitzen und geometrischen Formen. Zusammengefasst sollte die Visualisierung ein organisches Gesamtkonstrukt darstellen.

 


1 http://www.designlexikon.net/Fachbegriffe/O/organischesdesig.html (abgerufen am 20.02.2017).

 

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