Road to Bachelor | Eigenschaften des interaktiven Raums
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Eigenschaften des interaktiven Raums

 

Die Rolle des Betrachters bei der interaktiven Raumkunst weist maßgebliche Unterschiede im Vergleich zu einer »gewöhnlichen« Kunstwerk-Betrachter Situation auf. Zum einen kreiert unsere Black Box ihren eigenen Wirkungsbereich. Hier kann der Benutzer ungestört von äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel anderen multimedialen Ausstellungsobjekten, mit seiner Umgebung interagieren. Weiterhin erstreckt sich die Installation über das gesamte Sichtfeld des Betrachters. Dadurch eröffnen sich nicht nur neue Blickwinkel, sondern die gesamte Impression gewinnt an Stärke. Die Black Box ermöglicht seinem Betrachter, im Gegensatz zu einem bereits vollendeten Gemälde, mit dem Kunstobjekt zu interagieren und dieses – innerhalb der Rahmenbedingungen – wesentlich zu gestalten. So wird der Betrachter selbst bedingt zum Gestalter, zu einem Teil des Gesamtkunstwerks, ohne dass wir als Schöpfer des Exponats unsere aktive Rolle als Designer vernachlässigen.

 

Die Black Box alleine ist nicht als Kunstobjekt zu betrachten, sondern lediglich als Mittel zum Zweck. Für das Projekt war es notwendig, eine Umgebung zu schaffen, die mit ihrer Beschaffenheit ein bestimmtes visuelles Erlebnis ermöglicht. Die meisten der Eigenschaften der Black Box sind wiederum an Rahmenbedingungen von Geräten, Plattenmaßen und sonstige Konditionen von Materialien geknüpft. Die eigentliche Arbeit bestand darin, mit diesen Vorgaben ein funktionierendes Raumkonzept zu erstellen und umzusetzen, damit die Black Box zusammen mit Florians Code harmoniert und letztlich beides zu einem Gesamtwerk verschmilzt. Erst nach dieser Fusion hat die Installation auch einen künstlerischen Wert, denn jetzt können sich Benutzer um die finale Gestaltung der Innenwände und der daraus resultierenden Atmosphäre kümmern, die letztendlich das eigentliche Kunstwerk darstellt.

 


1 Vergleiche: »Reale und virtuelle Räume. Interaktivität in raumbezogener Kunst.« Anna Blumenkranz 2010

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