Road to Bachelor | Testaufbau
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Testaufbau

Testaufbau

 

Mitte Februar, knapp drei Wochen vor der Vernissage, fand ein kompletter Aufbau der Black Box inklusive Koppelung mit Florians Programm statt. Hierfür nutzten wir das Fotostudio im Hochschulgebäude, um ausreichend Platz und Licht zu gewährleisten.

Am ersten Tag des Aufbaus brachte ich den Rahmen und die von mir gebauten Möbel für den Innenraum der Installation an Ort und Stelle. Anschließend transportierten wir die Holzplatten vom Baumarkt mit einem Fahrzeug aus dem Bekanntenkreis in das Studio. Die insgesamt 260 Kilogramm schweren, schwarzen Platten, legten wir nun auf dem durch Folie geschützten Boden aus, um die Projektionsflächen für den Anstrich vorzubereiten. Mit Schleifpapier aufgeraut konnten die Platten mit zwei bis drei Anstrichen an den vorhergesehenen Stellen geweißelt werden. Nach dem Trocknen hämmerten wir den Aluminiumrahmen, den ich mit meinem Bruder in Berlin bearbeitet hatte, planmäßig an den Kanten des Holzes an. Um ein späteres Abrutschen des Rahmens zu verhindern wurden nun die ersten Schrauben in die Spanplatten gesenkt.

 

 

Tag zwei: Auf dem Weg zum Hochschulgebäude wurde ich von einem Lieferanten des Spiegelherstellers angerufen. Wie es der Zufall wollte, kam dieser gleichzeitig mit mir an der MD.H an und wir konnten sofort mit dem Ausladen beginnen. So verloren wir auch keine Zeit, um an der Box weiterarbeiten zu können. An den größten Platten sollten die Polystyrolspiegel angebracht werden. Hierfür benutzten wir eine Menge Silikon, was sich später jedoch als Fehlgriff entpuppen sollte. Doch zunächst schien die Verklebung nach einigen Stunden des Trocknens gut zu halten und so konnte ich mich dem Bau der Tür widmen, durch die später die Besucher auf der Ausstellung in die Black Box schreiten sollten. Als auch dies erledigt war, begannen wir, mit der Verstärkung eines Freundes, zu dritt mit dem ersten Aufbau des Raumes. Die Platten wurden nach und nach miteinander versteckt und verschraubt. Hierbei lief alles reibungslos und ohne Probleme. Der Rahmen und die Platten passten gut ineinander und jedes Maß stimmte, sodass auch bald die Deckenplatten angebracht werden konnten. Zum ersten Mal erblickten wir die Black Box in aufgebautem Zustand. Nichts ahnend was in den nächsten Tagen noch alles passieren sollte, machte sich ein Gefühl tiefer Zufriedenstellung bei uns breit.

 

 

Am dritten Tag des Aufbaus kümmerte ich mich verstärkt um das Setup des Innenraums. Zunächst wurden Stromkabel und Mehrfachsteckdosen ausgelegt und am Boden befestigt, anschließend wurden die drei Beamer und deren Kabel fixiert, sodass der Tisch und der dazugehörige Stuhl seinen Platz finden konnten. Hinter die Möbel wurde der Rechner gestellt und verkabelt. Schlussendlich haben wir noch Monitor, Maus sowie eine Tastatur platziert. Anschließend folgten viele Stunden der Feinjustierung, vor allem was die Kurzdistanzbeamer anging. Da noch ein Netzteil für den HDMI-Splitter, der das Bildsignal des Computers vervielfältigen sollte, für einen funktionierenden Ablauf fehlte, ging ich los um eines zu besorgen. Guter Dinge und mit dem Netzteil im Gepäck kam ich am Abend des dritten Aufbautages im Fotostudio an, um dort feststellen zu müssen, dass sich einer unserer Spiegel vollständig von seiner Spanplatte abgelöst hatte. Das Silikon war nicht geeignet, um die Platten mit dem Polystyrol zu verbinden. Mit einer provisorischen Befestigung durch Schrauben konnten wir nach einigen Stunden aber dennoch zum ersten Mal die gesamte Vorrichtung testen – wenn auch nocht nicht alle Herausforderungen gemeistert waren – und wir wurden nicht enttäuscht:

 

 

 

Tag vier: In der Hoffnung, mit einigen Freiwilligen noch ein paar Tests durchführen zu können, beschäftigten sich Florian und ich hauptsächlich mit der Beseitigung von letzten Problemen – zum Teil die Konstruktion der Box betreffend, aber auch technische Hindernisse galt es zu überwinden. Leider lief an diesem Tag nur sehr wenig unseren Vorstellungen entsprechend. Die meisten Pfade, die um ein Problem herumführten, wurden von anderen Schwierigkeiten in Sackgassen verwandelt. Von »Plan B« bis »Plan Z« funktionierte das Gesamtwerk also immer nur teilweise. Doch am Ende des Tages war die Black Box testfähig und wir konnten sie zumindest selbst ausprobieren. Im Anschluss daran begannen wir bereits wieder mit dem Abbau, der letztendlich erst am folgenden Tag abgeschlossen war.
Mit Objektfotos – und Videos, sowie einigen Ergebnissen aus den Testläufen, war der Probeaufbau ein sehr wichtiger und größtenteils zufriedenstellender Teil des Projekts. Mehr dazu im Fazit.

 

 

Weitere Bilder vom Inneren der Black Box:

 

 

1Kommentar
  • Road to Bachelor | Hochzeit
    veröffentlicht um 22:40h, 22 Februar Antworten

    […] Die Organisation zum Bau der BlackBox von Manuel hatte zufolge, dass sämtliche Komponenten zu diesem Zeitpunkt an einem Ort eintrafen. Dadurch konnten wir uns produktiv mit dem Aufbau beschäftigen. (An dieser Stelle mein Respekt für die logistischen Fähigkeiten meines Kollegen 😉 ) Auch der Aufbau stellte bis auf ein paar Kleinigkeiten kein Problem dar. Somit war nach etwa zwei Tagen Arbeit die BlackBox bereit zum testen (siehe auch http://road-to-bachelor.com/aufbauundtest). […]

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